IT-Berufe

Das Berufsbild

Die Auszubildenden in den verschiedenen IT-Berufen sorgen dafür, dass passgenaue Software für Unternehmensanforderungen entwickelt wird, geeignete Hardware-Systeme und Netzwerke konzipiert werden oder die Planung der IT-Ausstattung von Unternehmen und Behörden aktuellen und zukünftigen Anforderungen genügt. Die Auszubildenden werden dabei praxisorientiert und zielgerichtet unterrichtet. Sie arbeiten in Projekten, suchen nach Lösungen für komplexe Aufgabenstellungen und verbinden das Wissen aus verschiedenen Unterrichtsfächern.

Die Schwerpunkte der an den Kaufmännischen Schulen Tecklenburger Land derzeit angebotenen Berufe finden Sie nachfolgend aufgelistet:

  • Projektierung und Entwicklung von Softwarelösungen unter Berücksichtigung der Informationssicherheit
  • Einsatz von agilen, vernetzen und multidisziplinären Methoden
  • Implementierung und Betreuung von Software in einfachen und vernetzten Systemen
  • Planung, Installation, Konfiguration, Inbetriebnahme und Verwaltung vernetzter Systeme unter Berücksichtigung der Informationssicherheit
  • Implementierung von Diensten und Eingrenzung/Behebung von Störungen
  • Kundenorientierter Support sowie Beratung und Schulung zu den vertriebenen Lösungen

Aufnahmevoraussetzungen / Anmeldung

Um sich für diesen Bildungsgang anzumelden müssen Sie einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen, welches im IT-Bereich ausbildet, unterschrieben haben.

Ausführliche Informationen zur Anmeldung erhalten Sie hier.

Wenn Sie in diesem Jahr noch keine Ausbildung anfangen können oder wollen, besteht mit der FOS 11/12 Informatik eine Alternative, die Inhalte der IT-Berufe in Praxis und Schule kennenzulernen und gleichzeitig die Fachoberschulreife zu erlangen. Informieren Sie sich hier!

Ansprechpartner:

Andra Mühlenkamp
Abteilungsleiterin
Telefon 05451 5092-0
mk@kstl.de

Manuel Nauert
Bildungsgangbeauftragter
na@kstl.de

Unterricht

Anzahl der Berufsschultage und Wochenstunden

Zwei Unterrichtstage mit insgesamt 12 Wochenstunden, im zweiten Halbjahr des dritten Ausbildungsjahres ein Unterrichtstag mit acht Wochenstunden.

Lernfelder und Bündelungsfächer

Der Bildungsplan für den Berufsschulunterricht sieht eine Gliederung nach Lernfeldern sowie Zeitrichtwerte vor. Damit wird der handlungsorientierte Ansatz bei der Vermittlung schulischer Inhalte unterstrichen. Parallel zur praktischen Ausbildung im Betrieb erfolgt die Vermittlung der theoretischen Kenntnisse durch die Berufsschule.

Übersicht über die Lernfelder:

Weitere Informationen zum Bildungsgang (berufsbildung.nrw.de)

Abschlüsse / Perspektiven

Abschlüsse

Die Ausbildung endet mit der bestandenen IHK-Abschlussprüfung.

Nach Abschluss beziehungsweise vorzeitiger Beendigung der Ausbildung wird unabhängig vom Ergebnis der Kammerprüfung ein schulisches Abschluss- oder Abgangszeugnis ausgestellt.

Es gibt keine schulische Abschlussprüfung. Nach erfolgreicher Absolvierung des Bildungsgangs wird der Berufsschulabschluss zuerkannt und gesondert auf dem Zeugnis bescheinigt.

Damit verbunden ist gleichzeitig die Zuerkennung des Hauptschulabschlusses nach Klasse 10, falls noch nicht erreicht.

Zudem ist der Erwerb des mittleren Schulabschlusses (Fachoberschulreife) möglich, wenn Sie eine Berufsschulabschlussnote von mindestens 3,0 erreichen und die für den mittleren Schulabschluss notwendigen Englischkenntnisse nachweisen. Die obere Schulaufsichtsbehörde kann im Einzelfall zulassen, dass an die Stelle von Englisch eine andere Fremdsprache tritt.

Erreichen Sie neben den vorgenannten Bedingungen eine Berufsschulabschlussnote von mindestens 2,5, erwerben Sie darüber hinaus die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe.

Die Durchschnittsnote des Berufsschulabschlusszeugnisses kann auf Wunsch des Auszubildenden auf das Abschlusszeugnis der IHK übernommen werden. Das entsprechende Formular finden Sie im Download-Bereich auf den Seiten der IHK Nord-Westfalen.

Perspektiven

Insbesondere Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik, der Büroorganisation sowie rechtliche und wirtschaftliche Entwicklungen und nicht zuletzt die fortschreitende Globalisierung erfordern eine ständige berufliche Anpassungsweiterbildung.

Als Weiterbildungsmöglichkeiten bieten sich u. a. an:

  • FOS12: Dieser einjährige Vollzeit-Bildungsgang bietet Ihnen die Möglichkeit in nur einem Jahr ihre Fachhochschulreife zu erwerben.
  • Fachschule für Wirtschaft: Der berufsbegleitende Besuch unserer Fachschule für Wirtschaft und Verwaltung mit dem Schwerpunkt Finanzierung. Hier erwerben Sie den Abschluss Staatlich Gepr. Betriebswirt/-in.
  • Weiterbildung zu IT-Professionals bei der IHK: Operative Professionals auf Bachelor-Niveau (Gepr. IT-Berater/-in und Gepr. IT-Projektleiter/-in), sowie Strategische Professionals auf Master-Niveau (Gepr. Wirtschaftsinformatiker/-in). Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der IHK.

Zusatzqualifikationen

Bereits während der Ausbildung können Sie bei uns Zusatzqualifikationen erwerben:

IHK-Abschlussprüfung

Mit der Neuordnung der IT-Berufe wird eine gestreckte Abschlussprüfung eingeführt.

Teil 1 der Prüfung mit 20 Prozent Gewichtung
  • Prüfungsbereich 1: „Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes“.

Es werden nur berufsbildübergreifende Positionen geprüft. Alle IT-Berufe erhalten die gleiche Prüfung.

Teil 2 der Prüfung mit 80 Prozent Gewichtung
  • Prüfungsbereich 2: betriebliche Projektarbeit (50 Prozent)
  • Prüfungsbereich 3: berufsspezifische Aufgabe (10 Prozent)
  • Prüfungsbereich 4: berufsspezifische Aufgabe (10 Prozent)
  • Prüfungsbereich 5: WiSo (10 Prozent)

Betriebliche Projektarbeit

Der Prüfling führt im Prüfungsbereich 2 eine betriebliche Projektarbeit durch und dokumentiert diese. Durch die Projektarbeit und deren Dokumentation soll der Prüfling belegen, dass er Arbeitsabläufe, Teilaufgaben unter wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Vorgaben selbstständig planen, umsetzen und kundengerecht dokumentieren kann. Durch eine Präsentation und einem anschließenden Fachgespräch soll der Prüfling die Vorgehensweise im Projekt begründen. Die Projektdokumentation ist online einzustellen und als gedruckte Version bei der IHK einzureichen. Dem Prüfungsausschuss ist vor der Ausführung das zu realisierende Konzept online zur Genehmigung einzureichen.

Weitere Informationen zur Neuordnung der IT-Berufe und zu den einzelnen Berufen erhalten Sie auf der Seite der IHK Nord Westfalen.