Bankkauffrau/mann

Das Berufsbild

Die duale Ausbildung findet auf der Grundlage der Verordnung über die Berufsausbildung zum Bankkaufmann/zur Bankkaufrau vom 30. Dezember 1997 in Kreditinstituten und im kaufmännischen Berufskolleg (Berufsschule) statt.

Zu beachten ist, dass in den vergangenen Jahren ein deutlicher Wandel vom produkt- zum kundenorientierten Kommunikationsberuf stattfand. Insofern sind das fachliche sowie das Produkt-Know-How auf den Kunden fokussiert zu bewerten.

Ausbildungsbetriebe

Die regional ansässigen Ausbildungs-Kreditinstitute

  • Kreissparkasse Steinfurt,
  • VR-Bank Kreis Steinfurt eG,
  • Stadtsparkasse Lengerich,
  • Volksbank Westerkappeln-Saerbeck eG

und das Berufskolleg stimmen sich im Rahmen der dualen Ausbildung in der institutionalisierten Sitzung „Verbindungsstelle Banken“ und nach individuellem Bedarf untereinander ab, um die duale Ausbildung zu optimieren.

Aufnahmevoraussetzungen / Anmeldung

Um sich für diesen Bildungsgang anzumelden, müssen Sie einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen Ihrer Wahl unterschrieben haben.

Weitere Informationen zur Anmeldung erhalten Sie hier.

Unterricht

Anzahl der Berufsschultage und Wochenstunden

Die Bankenfusionen der vergangenen Jahre und die rasant fortschreitende Computerisierung in den Kreditinstituten bedingten eine deutliche Reduzierung der Auszubildendenzahlen und führten zur Einzügigkeit der Ausbildungsklassen im Berufskolleg. Die Ausbildungsverträge sind auf einen Zeitrahmen von 2 ½ Jahren abgeschlossen und entsprechend ist der Unterricht in dieses Zeitkonstrukt integriert.

Die zweieinhalbjährige berufsschulische Ausbildung wird im sog. Blockunterricht organisiert. Von den insgesamt fünf Unterrichtsblöcken mit einer Zeitdauer von jeweils ca. sechs Wochen entfallen je zwei Blöcke auf die Unter- und Mittelstufenklasse sowie ein Block auf die Oberstufenklasse.

Lernfelder

Die thematischen Inhalte werden in Fächern Bankbetriebslehre, Allgemeine Wirtschaftslehre, Rechnungswesen, Deutsch, Englisch, Religion und Sport vermittelt. Das Fach Datenverarbeitung wird ausschließlich in der Unterstufe erteilt und orientiert sich inhaltlich teilweise am Fach Bankbetriebslehre. Im Differenzierungsbereich bestehen Möglichkeiten zur individuellen Förderung von Auszubildenden und einer intensiven Prüfungsvorbereitung.

Die Themen der schulischen Ausbildung richten sich an insgesamt 12 Lernfeldern aus, deren Bezeichnungen und zeitliche Zuordnungen der nachstehenden Tabelle zu entnehmen sind:

Übersicht Lernfelder Bankkaufleute

Abschlüsse / Perspektiven

Abschlüsse

Die Ausbildung endet mit der bestandenen IHK-Abschlussprüfung.

Nach Abschluss beziehungsweise vorzeitiger Beendigung der Ausbildung wird unabhängig vom Ergebnis der Kammerprüfung ein schulisches Abschluss- oder Abgangszeugnis ausgestellt.

Es gibt keine schulische Abschlussprüfung. Nach erfolgreicher Absolvierung des Bildungsgangs wird der Berufsschulabschluss zuerkannt und gesondert auf dem Zeugnis bescheinigt.

Damit verbunden ist gleichzeitig die Zuerkennung des Hauptschulabschlusses nach Klasse 10, falls noch nicht erreicht.

Zudem ist der Erwerb des mittleren Schulabschlusses (Fachoberschulreife) möglich, wenn Sie eine Berufsschulabschlussnote von mindestens 3,0 erreichen und die für den mittleren Schulabschluss notwendigen Englischkenntnisse nachweisen. Die obere Schulaufsichtsbehörde kann im Einzelfall zulassen, dass an die Stelle von Englisch eine andere Fremdsprache tritt.

Erreichen Sie neben den vorgenannten Bedingungen eine Berufsschulabschlussnote von mindestens 2,5, erwerben Sie darüber hinaus die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe.

Die Durchschnittsnote des Berufsschulabschlusszeugnisses kann auf Wunsch des Auszubildenden auf das Abschlusszeugnis der IHK übernommen werden. Das entsprechende Formular finden Sie im Download-Bereich auf den Seiten der IHK Nord-Westfalen.

Perspektiven

Insbesondere Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik, der Büroorganisation sowie rechtliche und wirtschaftliche Entwicklungen und nicht zuletzt die fortschreitende Globalisierung erfordern eine ständige berufliche Anpassungsweiterbildung.

Als Weiterbildungsmöglichkeiten bieten sich u. a. an:

  • FOS12: dieser einjährige Vollzeit-Bildungsgang bietet Ihnen die Möglichkeit in nur einem Jahr ihre Fachhochschulreife zu erwerben. Weitere Infos finden Sie hier.
  • Fachschule für Wirtschaft: der berufsbegleitende Besuch unserer Fachschule für Wirtschaft und Verwaltung mit dem Schwerpunkt Finanzierung. Hier erwerben Sie den Abschluss zum staatlich Geprüften Betriebswirt/-in. Weitere Infos finden Sie hier.
  • der berufsbegleitende Besuch von IHK-Lehrgängen: Fachkaufleute (z. B. Gepr. Bilanzbuchhalter/-in, Gepr. Personalfachkaufmann/-frau, Fachwirte (z. B. Wirtschaftsfachwirt, Industriefachwirt). Weitere Infos finden Sie hier.

Zusatzqualifikationen

Bereits während der Ausbildung können Sie bei uns Zusatzqualifikationen erwerben:

  • KMK-Zertifikat in Englisch (Weitere Infos hierzu finden Sie hier.)
  • Zweijährige Zusatzqualifikation zum Europaassistenten/-assistentin mit Prüfung vor der IHK oder HWK (Weiter Infos hierzu finden Sie hier.)
  • NRW-Computerführerschein (Weitere Infos hierzu finden Sie hier.)
  • Fachhochschulreife (Weitere Infos hierzu finden Sie hier.)

Prüfung

Die schulische Berufsausbildung endet ohne gesonderte Abschlussprüfung. Die Leistungen des letzten Ausbildungsjahres (also die Noten des vierten und fünften Unterrichtsblocks) werden zu den Noten des Abschlusszeugnisses zusammengefasst. Die rechnerisch ermittelte Berufsschul-Abschlussnote wird auf Antrag der/des Auszubildenden auf dem IHK-Zeugnis ausgewiesen.

Die duale Berufsausbildung wird im Rahmen einer gegliederten Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK-Nord Westfalen) in den tabellarisch dargestellten Bereichen abgeschlossen:

Übersicht Abschlussprüfung Bankkaufleute

Ansprechpartner:

Stefan Donnermeyer
Bildungsgangleiter
DM@kstl.de